Das Bloggen - Ein stummer Schrei nach Aufmerksamkeit?

Heute war wieder einmal ein schöner Tag in einer Reihenfolge von sehr tristen, düsteren Regentagen. Wie es die Gesellschaft von mir erwartet, setzte ich mich natürlich in ein Straßenkaffee an einer sehr belebten Straße und beobachtete Menschen, sowohl im Kaffee, als auch in der Straße. Was. bzw. wer mir natürlich auffiel, waren die jungen Menschen, in Autos, die das Motto auserkoren zu haben: Je lauter, breiter und tiefer desto schneller. Was bezwecken diese Menschen damit, ihre 6 000 Wattanlagen auf das Maximum aufzudrehen? Was sind die Gründe für das durchdrehen der 18 Zoll-Reifen in einer belebten Einkaufszone mit Durchgangsstraße? Ist wirklich die Aufmerksamkeit, natürlich auch des anderen Geschlechts, der einzige Grund für dieses Verhalten? Oder ist es ein einfacher Schrei nach Aufmerksamkeit, der sich größtenteils durch sämtliche Alters- und Gesellschaftsschichten zieht? Was mich nun zu meinem nächsten Gedankengang bringt: Ist das Bloggen, dieser Blog, sämtliche Blogs nichts anderes? Man bringt seine Gedanken "zu Papier" um sie dann von wildfremden Menschen lesen und bewerten zu lassen?

1.7.13 22:23, kommentieren

My Confessions

Bin gerade über die Seite "My Confessions - Beichte deine Geheimnisse auf der volksverblödenden, leider verpflichtenden Schundseite, genannt Facebook, gestolpert. Eine Seite, auf der User, natürlich unter dem Deckmantel der "sogenannten" Anonymität, eine Beichte einsenden können, in der sie über eine Situation in ihrem Leben berichten können und dies von den anderen Usern bewerten lassen können. Nun drängt sich mir die Frage auf: Warum um alles in der Welt, sind Menschen erpicht darauf, dass ihr Fehlverhalten, ihre Sünden und ihre moralisch fragwürdigen Aktionen öffentlich auszustellen und eventuell sogar von Usern verurteilen zu lassen? Ist es der Zwang nach öffentlicher Aufmerksamkeit wirklich derart groß, dass solche Formate derart beliebt werden? Was mich nur mehr beunruhigt: Was folgt danach?

28.6.13 16:45, kommentieren

Wenn Wahlen was ändern würden, wären sie verboten.

“Wenn Wahlen was ändern würden, wären sie verboten” (K. Tucholsky) Dieses Zitat, über welches ich gestern im Internet gestolpert bin, lässt mich seither nicht mehr los. Was wurden zur letzten Wahl 2009 nicht alles an Versprechungen gemacht um die hirnlose Schafherde, genannt Wähler zu ködern und zu blenden? Milliarden an Ausgaben für Familien und Bildung? 1-2 Millionen neuer Jobs, meist in fadenscheinigen, so genannten "Industrien"? Ein allgemeiner Mindestlohn, der für ein Existenzminimum ausreicht? Und was haben wir erhalten? Ein auseinander brechendes Europa, das von deutschen Geldern mehr schlecht als Recht zusammengehalten wird, ein Programm, das die Verfremdung von Kleinstkindern gegenüber ihren Eltern begünstigt, keine Änderung in der Rente und vollmundige Versprechungen für die nächste Wahlperiode, die natürlich in dieser Periode nicht mehr erfüllt werden können. Hinterfragt die alteingesessenen, sturen Parteien und bringt einen neuen Wind in die Politik! Und dabei ist es egal, ob Gemeinde-,Länder- oder Bundesebene!

8.6.13 15:47, kommentieren

Warum?

"Gestern sind 52 Männer im Irak für deinen Schutz gestorben." "Aha..."
"Gestern sind auch 2000 Kinder in Afrika an Hunger gestorben."
"Hum.."
"Am Montag sind zwei Menschen in Boston gestorben."
"Waaaaas? Oh mein Gott! Da muss ich gleich mal auf Facebook trauern."

Warum ist ein solcher Dialog allgegenwärtig?
Warum übersehen wir das offensichtliche, übertreiben dann mit "Trauer" und "Anteilnahme"?
Warum zünden wir Kerzen für die Opfer der Gewalt an zwei Menschen an, übersehen aber nur allzu gern die Menschen die durch Krieg, Hunger, Krankheit und Willkür jeden Tag leiden und sterben?
Warum?

20.4.13 18:46, kommentieren